Das Strategie-Labor

Werkzeug W1 · Optionsstrategien als Bild verstehen

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In 30 Sekunden
  • Das Labor zeigt jede Optionsstrategie als Gewinn-Verlust-Kurve am Verfalltag: grün, wo du gewinnst, rot, wo du verlierst.
  • Du ziehst den Strike mit der Maus und spulst die Zeit vor – und siehst sofort, was sich ändert.
  • Der Satz „In Worten“ fasst alles zusammen: ab welchem Kurs du verlierst, bester und schlimmster Fall, Gewinnchance.
  • Das Labor zeigt, wie eine Strategie funktioniert. Ob ein konkreter Trade unsere Regeln erfüllt, prüft die Optionswerkstatt.

Strategie-Labor öffnen →Geführte Tour starten

Lieber zuhören und zuschauen? Das Werkzeug als Erklärvideo mit Bit in gut 5 Minuten.

Zum Nachlesen: der gesprochene Text

Lena: Stell dir vor, du könntest einen Optionstrade erst einmal ausprobieren, bevor auch nur ein einziger Dollar fließt. Florian: Genau dafür gibt es das Strategie-Labor auf valueforge. Du ziehst einen Strike mit der Maus, und die Kurve zeigt sofort, was am Verfalltag passiert. Lena: In diesem Video lernst du, wie du das Labor liest und bedienst. Nach ein paar Minuten bist du startklar. Bit: Hallo, ich bin Bit! Das Beste am Labor: Hier kannst du nichts kaputt machen. Es wird nur gerechnet, nie gehandelt. Florian: Wir gehen in vier Schritten vor. Aktie und Strategie wählen, das Diagramm lesen, mit Strike und Zeit spielen und am Ende weiter in die Werkstatt. Lena: Ganz oben siehst du, wo du gerade stehst. Erst lernen, dann ausprobieren, dann prüfen und festhalten. Das Labor ist der zweite Schritt. Florian: Die Leiste darunter zeigt die wichtigsten Daten auf einen Blick. Hier rechnet das Labor mit einer echten Optionskette von Copart. Lena: Zuerst wählst du eine Aktie aus unserer Watchlist. Der aktuelle Kurs kommt dann automatisch, Verfall und implizite Volatilität kannst du anpassen. Florian: Dann wählst du eine Strategie. Wir nehmen den Cash Secured Put: Du verkaufst einen Put und legst das Geld für den Aktienkauf zurück. Bit: Schau dir die kleinen Bilder auf den Kacheln an. Wo die Linie flach oben liegt, ist dein Gewinn gedeckelt. Wo sie nach unten abknickt, beginnt das Risiko. Lena: Jetzt das Herzstück, das Diagramm. Waagerecht steht der Aktienkurs am Verfalltag, senkrecht dein Gewinn oder Verlust in Dollar. Florian: Grün heißt Gewinn. Bleibt Copart über dem Strike von 25 Dollar, behältst du die ganze Prämie, nach Gebühren rund 37 Dollar. Lena: Der Kreis auf der Nulllinie ist der Break-even bei 24,63 Dollar. Darunter rutschst du ins Minus, und zwar Dollar für Dollar mit der Aktie. Florian: Die hell hinterlegte Fläche ist die erwartete Spanne. In etwa zwei von drei Fällen endet der Kurs bis zum Verfall irgendwo darin. Lena: Wer lieber liest als Kurven deutet, findet alles noch einmal in einem Satz. Gewinn, solange Copart über 24,63 Dollar steht. Florian: Und die Gewinnchance laut Modell: In etwa 84 von 100 Fällen endet diese Position im Plus. Bit: 84 Prozent klingen prima. Aber in den übrigen Fällen kann es teuer werden. Fällt Copart ins Bodenlose, sind bis zu 2.463 Dollar weg. Darum immer beide Zahlen ansehen! Lena: Jetzt wird es spannend. Das rote Schild oben ist dein Strike. Halt es mit der Maus fest und zieh es nach links. Florian: Der Strike sinkt auf 22,50 Dollar, und die Zahl auf dem Schild zeigt dir schon beim Ziehen, wo es einrastet. Lena: Die Gewinnchance steigt auf 97 Prozent. Klingt nach einem sicheren Ding, oder? Florian: Leider nicht ganz, denn der maximale Gewinn schrumpft nach Gebühren auf ganze 2 Dollar. Dafür lohnt sich das gebundene Geld kaum. Bit: Merk dir: Mehr Sicherheit kostet Prämie. Im Labor siehst du in Sekunden, wo für dich der gute Mittelweg liegt. Lena: Mit dem Regler Bewertungstag spulst du die Zeit vor. Die gestrichelte Linie zeigt, wo die Position an diesem Tag stünde. Florian: Siehst du, wie sie sich Tag für Tag der grünen Linie nähert? Das ist der Zeitwert der Option, der für dich als Verkäufer arbeitet. Lena: Probier ruhig auch andere Strategien aus. Ein Klick auf die Kachel genügt, und das Labor baut alles neu auf. Florian: Beim Covered Call ist der Gewinn nach oben gedeckelt. Beim Bull Put Spread schützt ein zweiter, gekaufter Put den Verlust nach unten. Lena: Wer mehr will, schaltet oben auf die Ansicht Profi. Dann siehst du zum Beispiel die Griechen. Theta zeigt, wie viel dir jeder Tag einbringt, hier rund 1,44 Dollar. Bit: Das ist genau das Theta aus der Lektion über die Griechen. Hier sieht man es endlich einmal bei der Arbeit! Florian: Besonders praktisch ist der Vergleich mehrerer Verfallstermine. Der Stern markiert die beste Rendite pro Jahr, hier beim Termin im Dezember. Lena: Und das Wichtigste zum Schluss. Das Labor zeigt, wie eine Strategie funktioniert. Ob ein konkreter Trade unsere Regeln erfüllt, prüft die Optionswerkstatt. Florian: Ein Klick auf In der Werkstatt prüfen, und Aktie, Strategie und Strike wandern einfach mit. Wie es dort weitergeht, zeigt das nächste Video. Lena: Und wenn du es lieber direkt selbst ausprobieren willst, startest du hier die geführte Tour. Bit: Alles nur Rechnungen und keine Anlageberatung. Aber zum Üben gibt es nichts Besseres. Viel Spaß im Labor!

Das Diagramm lesen

Gewinn-Verlust-Diagramm im Strategie-Labor: Cash Secured Put auf Copart, Strike 25
Cash Secured Put auf Copart (Kurs 27,48 $, Strike 25, Verfall 20.11.2026) im Strategie-Labor.
Was du siehstWas es bedeutet
Waagerechte Achseder Aktienkurs am Verfalltag – links tiefer, rechts höher
Senkrechte Achsedein Gewinn oder Verlust in Dollar für die ganze Position (100 Aktien je Kontrakt)
Grüne und rote Liniedas Ergebnis am Verfalltag: grün im Plus, rot im Minus
Gestrichelte orange Linieder Stand an einem früheren Tag, den du mit dem Regler „Bewertungstag“ wählst
Kreis auf der Nulllinieder Break-even: Hier landest du genau bei null
Dunkles Schild untender heutige Kurs
Hell hinterlegte Flächedie erwartete Spanne bis zum Verfall – in etwa zwei von drei Fällen endet der Kurs darin
Rotes Schild obendein Strike („−25P“ = verkaufter Put 25). Grünes Schild = gekauft. Zum Verschieben festhalten und ziehen.

Vier Zahlen und ein Satz

Kennzahlen und der Satz „In Worten“ im Strategie-Labor
Die vier Kennzahlen der einfachen Ansicht und der Satz „In Worten“.

Für den Put 25 heißt das: Bleibt Copart über 25 Dollar, behältst du die Prämie, nach Gebühren rund 37 Dollar. Darunter verlierst du Dollar für Dollar mit der Aktie, der Break-even liegt bei 24,63 Dollar, 10 % unter dem Kurs. Laut Modell endet die Position in etwa 84 von 100 Fällen im Plus.

⚠️ Häufiger Irrtum: „84 % Gewinnchance – das ist fast sicher.“ – Die Chance allein sagt nichts. In den übrigen 16 Fällen kann es teuer werden: Fällt Copart ins Bodenlose, sind bis zu 2.463 Dollar weg, gegenüber höchstens 37 Dollar Gewinn. Deshalb immer Gewinnchance und maximalen Verlust zusammen ansehen.

Strike ziehen, Zeit vorspulen

Am meisten lernst du, wenn du den Strike verschiebst und vergleichst. Drei Puts auf Copart mit demselben Verfall:

StrikeMax. GewinnGewinnchanceBreak-evenMax. Verlust
22,50+2 $97 %22,48 $−2.248 $
25,00+37 $84 %24,63 $−2.463 $
27,50+127 $65 %26,23 $−2.623 $
Merke: Mehr Sicherheit kostet Prämie. Der Put 22,50 gewinnt fast immer – aber nur 2 Dollar, dafür lohnt sich das gebundene Geld nicht. Der Put 27,50 bringt das Dreifache, aber mit deutlich weniger Puffer. Das Labor zeigt dir den Mittelweg in Sekunden.

Zeit vorspulen: Mit dem Regler „Bewertungstag“ wanderst du Tag für Tag Richtung Verfall. Die gestrichelte Linie nähert sich der durchgezogenen – das ist der Zeitwert, der dir als Verkäufer jeden Tag ein Stück der Prämie bringt. In der Profi-Ansicht siehst du ihn als Theta, beim Put 25 rund 1,44 Dollar am Tag (mehr in Lektion 5).

Einfach oder Profi – und woher die Preise kommen

EinfachProfi (oben rechts in der Leiste umschalten)
die vier Strategien aus unseren Lektionen
vier Kennzahlen und „In Worten“
Chart und Zeitregler
zusätzlich Iron Condor, Straddle, Collar und mehr
Prämie, Kapitalbedarf, Erwartungswert, Restlaufzeit
Griechen, Gewinn-Tabelle nach Datum, Regler für Volatilität und Kursbereich
Verfallstermine vergleichen (★ = beste Rendite pro Jahr)
einzelne Beine bearbeiten, Optionskette zum Anklicken

Woher kommen die Preise? Aus einer echten Optionskette (eingetragen in der Werkstatt oder geladen aus der TWS) – sonst rechnet das Labor jeden Preis mit einem Modell aus der impliziten Volatilität. Die Leiste oben zeigt immer, womit gerade gerechnet wird.

Was das Modell vereinfacht: keine Zinsen und Dividenden, keine vorzeitige Ausübung, Schließgebühren nicht eingerechnet. Andere Verfallstermine bekommen dieselbe Volatilität. Die Zahlen sind eine gute Orientierung, aber keine exakten Kurse.

Quiz: Hast du es verstanden?

1. Wo auf der Kurve liegt der Break-even – und was bedeutet er? Dort, wo die Kurve die Nulllinie schneidet (der Kreis). Endet der Kurs am Verfall genau dort, landest du bei null – Prämie und Gebühren eingerechnet.
2. Du ziehst den Strike eines verkauften Puts nach links. Was passiert mit Prämie und Gewinnchance? Die Prämie wird kleiner, die Gewinnchance größer. Die Aktie darf tiefer fallen, bevor du verlierst – dafür verdienst du weniger.
3. Warum nähert sich die gestrichelte Linie der durchgezogenen, wenn du die Zeit vorspulst? Der Zeitwert der Option schmilzt. Am Verfalltag bleibt nur noch der innere Wert – dann liegen beide Linien aufeinander.
4. Das Labor zeigt 84 % Gewinnchance. Reicht das als Entscheidung? Nein. Ob Aktie, Preis, Termin der Quartalszahlen und Rendite zu unseren Regeln passen, prüft die Optionswerkstatt – mit einem Klick auf „In der Werkstatt prüfen“, Aktie, Strategie und Strike wandern mit.
Alle Zahlen sind Rechnungen mit einer Momentaufnahme der Copart-Optionskette vom 11.10.2026 und einem einfachen Modell. Die Inhalte dienen der Bildung und sind keine Anlageberatung. Optionen sind Termingeschäfte mit hohem Risiko. Mehr im Haftungsausschluss.