Optionswerkstatt

Lohnt sich dieser Trade?

Wähle eine Strategie und trag die passende Seite einer Optionskette ein – die Werkstatt rechnet alle Möglichkeiten durch und prüft jede gegen die Checkliste aus unseren Lektionen: Prämie, Wahrscheinlichkeit, Erwartungswert, Quartalszahlen, Liquidität, Qualität der Aktie, Kapital und dein Risikobudget. Am Ende steht ein klares Urteil – oft auch: kein sinnvoller Trade.

1Aktie und EckdatenAktie aus unserer Watchlist wählen, Verfall, IV am Geld und dein Risikobudget eintragen.
2OptionsketteStrike, Geld- und Briefkurs, Delta und Open Interest der Puts oder Calls – eintippen oder einfügen.
3Prüfbogen und TagebuchBester Kandidat mit Checkliste und Ausstiegsmarken, auf Wunsch direkt ins Tagebuch.

Strategie

1. Aktie und Eckdaten

Kurs, fairer Wert, Kaufziel, Ampel, Qualität und der nächste Termin für Quartalszahlen kommen aus unserer Watchlist. Den Kurs kannst du mit dem Wert aus deiner Kette überschreiben.

2. Optionskette (Puts)

Welcher Wert wohin gehört, zeigt die Anleitung mit Bild weiter unten. Ein Verfallstermin. Lass die Strikes anlegen und trag dann nur noch Geld- und Briefkurs, Delta und – wenn du sie hast – die offenen Kontrakte ein. Ohne Geldkurs bleibt das Feld leer.

StrikeGeldBriefDelta Offene Kontrakte ?
Mehrere Zeilen auf einmal einfügen

Je Zeile: Strike, Geld, Brief, Delta, offene Kontrakte – getrennt durch Tab, Semikolon oder Leerzeichen, z. B. aus einer Tabelle kopiert.

Anleitung: Welcher Wert gehört wohin? mit Bild aus der TWS – zum Aufklappen

So sieht eine Optionskette in der Trader Workstation (TWS) von Interactive Brokers aus – hier Copart, Ansicht „Puts/Calls nebeneinander“. Bei anderen Brokern heißen die Spalten ähnlich: Geld = Bid, Brief = Ask. Links stehen die Calls, rechts die Puts.

Optionskette in der TWS mit nummerierten Markierungen
1Kurs der Aktie→ Feld „Kurs“ (wird aus der Watchlist vorbelegt, hier überschreiben)
2Verfallstermin→ Feld „Verfall“. Am besten 30 bis 45 Tage; die Restlaufzeit steht in Klammern.
3IV am Geld→ Feld „IV am Geld (%)“ – die Zeile des gewählten Verfalls, hier 35,2.
4Basispreis = Strike→ Spalte „Strike“, oder mit „Strikes anlegen“ automatisch (Abstand hier 2,5).
5Geldkurs (Bid)→ Spalte „Geld“: so viel bekommst du beim Verkaufen. Leer = kein Käufer.
6Briefkurs (Ask)→ Spalte „Brief“: so viel zahlst du beim Kaufen.
7Delta→ Spalte „Delta“, mit Vorzeichen übernehmen (Puts negativ).
8Offenes Interesse→ Spalte „Offene Kontrakte“. „1.20K“ heißt 1.200 – so eintragen ist in Ordnung.

Für einen Covered Call nimmst du dieselben Spalten auf der Call-Seite (links), Strikes ab dem Kurs aufwärts. In der TWS öffnest du die Kette über das Symbol der Aktie → „Optionskette“; mit „10 Basispreise“ legst du fest, wie viele Strikes angezeigt werden.

3. Ergebnis: alle Möglichkeiten dieser Kette

Dein Trade-Tagebuch

Trag nach dem Schließen das tatsächliche Ergebnis in Dollar ein (Gewinn positiv, Verlust negativ). Die Werkstatt vergleicht deine echte Trefferquote mit der Quote, die du bei deinen durchschnittlichen Gewinnen und Verlusten brauchst. Gespeichert wird nur in diesem Browser – sichere das Tagebuch ab und zu als Datei.

DatumSpreadVerfallmax. G / V ($)nötige QuoteErgebnis
So rechnet die Werkstatt: Prämie = Geldkurs der verkauften Option (beim Spread minus Briefkurs des gekauften Puts), abzüglich Gebühren. Nötige Trefferquote beim Spread = maximaler Verlust ÷ Spread-Breite. Die Sicherheitsleistung beim Short Put mit Margin ist eine Schätzung nach der üblichen US-Regel (20 % des Kurses minus Abstand plus Prämie, mindestens 10 % des Strikes) – dein Broker kann mehr verlangen. Wahrscheinlichkeiten und Erwartungswert aus einem einfachen Modell (Lognormalverteilung mit der eingetragenen IV, ohne Zinsen und Dividenden) – bei fair bewerteten Optionen liegt der Erwartungswert nahe null, die Geld-Brief-Spanne drückt ihn darunter. Die Beispielkette (Copart, Verfall 20.11.2026) ist eine Momentaufnahme vom 11.10.2026. Alle Ergebnisse sind Rechnungen und keine Anlageberatung; Optionen sind Termingeschäfte mit hohem Risiko. Mehr im Haftungsausschluss.