AKTIEN · BEWERTUNG

Value-Rechner

Ticker eingeben und in Sekunden sehen: Wie stark ist das Unternehmen über zehn Jahre gewachsen, wie profitabel und solide ist es – und was ist die Aktie bei deinen Annahmen wirklich wert?

Beispiele:

Was der Rechner macht ↓

Jahresabschlüsse: US-Börsenaufsicht SEC und EU-Jahresabschlüsse (ESEF) · Kurse: Yahoo Finance · Keine Anlageberatung

Unternehmen

Bewertung

Was ist die Aktie wert?

Schiebe die Regler und sieh sofort, wie sich der faire Wert ändert. Bei Aktien aus unserer Watchlist starten sie mit unseren Annahmen, sonst mit vorsichtigen Vorschlägen.

Der Gewinn je Aktie ist null oder negativ – mit dieser Methode lässt sich so kein fairer Wert berechnen. Trage zum Ausprobieren einen erwarteten Gewinn ein.
bei Bedarf überschreiben
Gewinn auf Sondereffekte prüfenEine fertige Prüfanfrage für eine KI – mit Firma, Geschäftsjahr und Gewinn. Das Ergebnis trägst du selbst oben ein.
Vorschläge = Median der 10-, 7- und 5-Jahres-Wachstumsraten. Automatischer Startwert: Median aus Gewinn, Umsatz, Eigenkapital und Cashflow, höchstens 15 %.
Fairer Wert je Aktie–
Kaufkurs mit Puffer–
Gewinn je Aktie in 10 J.–
Kurs in 10 J.–
Vom Kurs eingepreistes Wachstum–
Gegenprobe: DCF auf den Free Cashflow–

So wird gerechnet: Gewinn je Aktie × (1 + Wachstum)10 = Gewinn in 10 Jahren. × Exit-KGV = Kurs in 10 Jahren. ÷ (1 + geforderte Rendite)10 = fairer Wert heute.

Gewinn je Aktie – und deine Hochrechnung

KGV im Zeitverlauf

Checkliste

Erfüllt die Aktie die Value-Kriterien?

    Qualität

    Alle Kennzahlen im Überblick

    Ampel: grün = stark, gelb = ordentlich, rot = schwach – bewertet über den längsten verfügbaren Zeitraum. Werte je Geschäftsjahr laut Jahresabschluss, Gewinn und Dividende je Aktie splitbereinigt. Zum Waagerecht-Scrollen über die Tabelle wischen.

    Erklärung

    Was der Rechner macht

    Der Value-Rechner beantwortet zwei Fragen: Ist das ein gutes Unternehmen? Und: Ist die Aktie gerade günstig genug? Er sammelt dafür alle Zahlen aus den offiziellen Jahresabschlüssen, rechnet die wichtigsten Kennzahlen aus und bewertet die Aktie mit deinen eigenen Annahmen. Das passiert dabei Schritt für Schritt:

    1

    Daten holen

    Du gibst das Börsenkürzel ein. Der Rechner lädt die Jahresabschlüsse der letzten zehn bis elf Geschäftsjahre direkt aus den Pflichtmeldungen bei der US-Börsenaufsicht SEC (Form 10-K, bei ausländischen Firmen 20-F; Beträge in Fremdwährung rechnet er in die Kurswährung um) – dazu den aktuellen Kurs und die Kursentwicklung. Aktiensplits rechnet er automatisch heraus, damit alte und neue Jahre vergleichbar sind.

    2

    Steckbrief

    Oben siehst du die Eckdaten: Kurs, Börsenwert, das aktuelle KGV und das durchschnittliche KGV der letzten zehn Jahre. Das Beta zeigt, wie stark die Aktie im Vergleich zum Gesamtmarkt schwankt. Die Trendpfeile verraten, ob die 200- und 100-Tage-Linie gerade steigt, fällt oder seitwärts läuft.

    3

    Fairer Wert

    Das Herzstück. Der Gewinn je Aktie wird mit deinem erwarteten Wachstum zehn Jahre in die Zukunft gerechnet, mit einem realistischen KGV in einen Zukunftskurs übersetzt und dann mit deiner Wunschrendite auf heute abgezinst. Heraus kommt der Preis, den du heute höchstens zahlen solltest. Der Sicherheitspuffer zieht davon noch einen Abschlag ab – für den Fall, dass du dich verschätzt.

    4

    Unsere Annahmen oder Vorschläge

    Hat valueforge die Aktie analysiert, starten die Regler mit genau den Annahmen unserer Analyse – das Ergebnis entspricht dann dem fairen Wert in der Watchlist. Sonst rechnet der Rechner mit vorsichtigen Vorschlägen aus der Vergangenheit: Wachstum = Median aus Gewinn-, Umsatz-, Eigenkapital- und Cashflow-Wachstum (höchstens 15 %), Exit-KGV = Median der letzten zehn Jahre, höchstens das Doppelte der Wachstumsrate.

    5

    Gegenprobe mit dem Cashflow

    Als zweite Sicht rechnet ein einfaches DCF-Modell mit dem Free Cashflow je Aktie: zehn Jahre mit deinem Wachstum, danach 2,5 % pro Jahr. Liegen beide Werte weit auseinander, lohnt der genauere Blick – oft investiert die Firma gerade besonders viel.

    6

    Checkliste & Ampeln

    Acht Value-Kriterien – Wachstum, Kapitalrendite, stabile Marge, geringe Schulden und ein Kurs unter dem fairen Wert – ergeben eine Punktzahl. In der Kennzahlentabelle zeigt eine Ampel je Zeile, ob der langfristige Wert stark, ordentlich oder schwach ist. Alle Jahreswerte stehen daneben, Erklärungen lassen sich einblenden.

    7

    Gewinn auf Sondereffekte prüfen

    Der Rechner übernimmt den Gewinn je Aktie so, wie er im Jahresabschluss steht. Manchmal ist er durch Einmaleffekte verzerrt – bei Amazon etwa durch Buchgewinne aus einer Beteiligung, bei Meta durch eine Steuerabschreibung. Dafür steht im Ergebnis direkt unter den Feldern „Gewinn je Aktie“ und „Aktueller Kurs“ der orange umrandete Kasten „Gewinn auf Sondereffekte prüfen“ mit einer fertig formulierten Prüfanfrage – Firma, Geschäftsjahr und Gewinn sind schon eingesetzt. „In Claude öffnen“ startet damit den KI-Assistenten Claude (kostenloses Konto nötig), „Anfrage kopieren“ legt sie in die Zwischenablage – für ChatGPT, Gemini oder jede andere KI. Die KI nennt bereinigten Gewinn und Fundstelle im Bericht. Bitte gegenprüfen und den Wert dann selbst ins Feld eintragen; der Rechner rechnet sofort neu. Automatisch wird nichts übertragen.

    8

    Warnhinweise

    Passt die Methode nicht, sagt der Rechner es dir: bei negativem Eigenkapital durch Aktienrückkäufe, bei Verlustjahren, bei Ausreißern im KGV, bei fehlender Bruttomarge (Banken, Versicherer) oder wenn zu wenige Jahre vorliegen.

    Wichtig zu wissen

    Der faire Wert ist kein Kursziel, sondern das Ergebnis deiner Annahmen. Ändere das Wachstum um wenige Prozentpunkte, und der Wert verschiebt sich deutlich – genau das soll der Rechner sichtbar machen. Nutze ihn als Startpunkt für die eigene Analyse, nicht als Kaufsignal.

    Die Methode

    In vier Schritten zum fairen Wert

    Der Rechner folgt dem klassischen Value-Ansatz: erst die Qualität prüfen, dann einen vorsichtigen Preis bestimmen. Er nimmt dir das Zusammensuchen der Zahlen ab – die Annahmen triffst du selbst.

    1

    Qualität prüfen

    Wächst das Unternehmen seit Jahren bei Umsatz, Gewinn, Free Cashflow und Eigenkapital? Ist die Kapitalrendite hoch und die Verschuldung gering? Nur dann lohnt die Bewertung.

    2

    Wachstum schätzen

    Aus der Vergangenheit eine vorsichtige Annahme für die nächsten zehn Jahre ableiten – lieber zu niedrig als zu hoch. Der Gewinn je Aktie wird damit hochgerechnet.

    3

    Zukunftskurs bestimmen

    Gewinn in zehn Jahren × ein realistisches KGV (meist der eigene Durchschnitt der letzten zehn Jahre) ergibt den möglichen Kurs in zehn Jahren.

    4

    Auf heute abzinsen

    Wer 15 % Rendite pro Jahr will, darf heute höchstens Zukunftskurs ÷ 1,15¹⁰ zahlen. Mit Sicherheitspuffer bleibt Luft für Fehler in den Annahmen.

    Wo die Methode an Grenzen stößt

    Sondereffekte

    Einmalige Gewinne oder Verluste verzerren den Gewinn je Aktie. Darum gibt es den Link zur KI-Prüfung – und das Feld zum Überschreiben.

    Banken & Versicherer

    Ohne Bruttomarge und mit ganz anderer Bilanz passt die Methode schlecht. Hier sind Buchwert und Eigenkapitalrendite die besseren Maßstäbe.

    Junge Wachstumsfirmen

    Ohne stabile Gewinne gibt es keinen sinnvollen Startwert. Dann besser über Umsatz und Free Cashflow nachdenken.

    Welche Aktien?

    Alle Aktien, die bei der US-Börsenaufsicht SEC berichten – auch ausländische wie Novo Nordisk oder Ferrari. Europäische Werte aus unseren Analysen (etwa Hermès) kommen aus den offiziellen EU-Jahresabschlüssen, dort reichen die Daten bis 2019 zurück. Fehlt der Gewinn je Aktie im Bericht, ergänzt ihn der Rechner von Yahoo Finance.

    Weiterlesen

    Datenquellen: Jahresabschlüsse (Form 10-K und 20-F) über die XBRL-Schnittstelle der US-Börsenaufsicht SEC, europäische Jahresabschlüsse im ESEF-Format über filings.xbrl.org, Kurse, Wechselkurse und fehlende Gewinne je Aktie über Yahoo Finance; Daten werden bis zu 12 Stunden zwischengespeichert. Alle Berechnungen sind vereinfachte Modelle und hängen vollständig von deinen Annahmen ab. Keine Anlageberatung und keine Kaufempfehlung.