Hermès macht Milliarden mit künstlicher Knappheit

Verkaufe so viel wie möglich – Hermès macht das Gegenteil. Birkin und Kelly gibt es nur nach Wartezeit, die Produktion wächst nur so schnell, wie neue Sattler ausgebildet werden, bis 2028 entstehen gerade drei neue Lederwerkstätten. Keine Outlets, keine Rabatte, dafür Preiserhöhungen von 6 bis 9 Prozent pro Jahr. Leder und Sattlerei machen 44 Prozent des Umsatzes aus und wuchsen 2025 um 13 Prozent; Schmuck und Hermès Maison verdienen am Sog der knappen Taschen mit.

Die Folge erklärt die operative Marge von über 40 Prozent (LVMH: rund 25 Prozent), die Nettokasse von 12,9 Milliarden Euro, die Rolle der Gründerfamilie – und warum die Aktie 2026 rund 40 Prozent verloren hat. Unser fairer Wert im Basisfall: 1.569,89 Euro bei einem Kurs von 1.283 Euro. Bleibt das KGV dauerhaft bei 29,8 statt beim Durchschnitt von 47,39, wären es nur 987,19 Euro.

Zur Einordnung: 25,81 Euro (2024) und 26,67 Euro (2025) sind die gesamten Dividenden je Aktie einschließlich Sonderdividende, nicht die Sonderdividende allein. Die 15 Prozent im Modell sind die geforderte Rendite (Abzinsung); die Sicherheitsmarge kommt getrennt dazu und führt zum Kaufziel von 1.334,41 Euro. Pessimistisch (8 Prozent Wachstum) ergibt der Rechner 1.091,26 Euro, optimistisch (15 Prozent) 2.044,88 Euro. Die Familie hält 78,6 Prozent der Stimmrechte.

Die vollständige Analyse mit allen Charts und dem Value-Rechner: valueforge.de/hermes

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