Copart und das Milliardengeschäft mit Totalschäden

Copart versteigert Unfallwagen im Auftrag der Versicherer – auf eigenen Grundstücken, die heute kaum noch genehmigt würden, und an Käufer aus aller Welt. Die Folge erklärt, warum das Geschäft trotzdem ins Stocken geraten ist: Umsatz 2026 nur +0,4 Prozent, 5,5 Prozent weniger verkaufte Autos nach dem Verlust eines großen Versicherers an IAA, Kosten je Auto +12,7 Prozent und eine operative Marge, die von 42 Prozent (2021) auf 35,4 Prozent gefallen ist.

Dazu kommen die Übernahme von ACV Auctions für rund 1,9 Milliarden Dollar in bar und der Rückenwind durch die Rekord-Totalschadenquote von 23,5 Prozent. Unser fairer Wert nach Analyse-Standard 2.4: rund 22 Dollar mit den Kapitalkosten des Marktes (9 Prozent), 13,06 Dollar mit unseren 15 Prozent; Kaufziel mit 30 Prozent Sicherheitsmarge rund 9,14 Dollar.

Zur Einordnung: Die Folge deutet die Cashflow-Rechnung zu dramatisch. Mit den Kapitalkosten des Marktes (9 Prozent) preist der Kurs rund 7 Prozent Cashflow-Wachstum pro Jahr ein – das ist weniger als unser Basisfall mit 8 Prozent. Nach dieser Rechnung liegt die Aktie also leicht unter ihrem Wert; zu teuer ist sie nach dem Gewinnmodell (rund 22 Dollar bei 9 Prozent, 13,06 Dollar bei unseren 15 Prozent) und für Anleger, die 15 Prozent Rendite verlangen. Den Gewinn je Aktie „verwässert“ der ACV-Kauf nur über den Zinsverlust: Copart zahlt bar und gibt keine neuen Aktien aus, die entgangenen rund 53 Millionen Dollar Zinsen entsprechen etwa 6 Cent je Aktie. Die Marge sinkt vor allem, weil sich die Fixkosten auf weniger Autos verteilen – kommen die Stückzahlen zurück, sinken die Kosten je Auto wieder.

Die vollständige Analyse mit allen Charts und dem Value-Rechner: valueforge.de/copart

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